Eritrea
Eritrea ist ein kleiner Staat mit 4,8 Mio. Einwohnern.
Es gibt aber auch weitere Auslandseritreer, ca. 1. Million. Es
grenzt im nördlichen Afrika an Äthiopien, den Sudan,
Dschibuti und das Rote Meer.
Eritrea liegt teilweise über 2000 m über
dem Meeresspiegel, besteht zu 60 % aus trockenem Hochland und der
Trockensavanne am Roten Meer. Die Hauptstadt Asmara liegt auf 1900
m über dem Meeresspiegel und hat 563.000 Einwohner. Die höchste
Erhebung ist der Soyra mit 3018 m und der tiefste Punkt liegt -110
Meter unter dem Meeresspiegel in der Danakilsenke.
Fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 14
Jahre. Nur 3% werden älter als 65.
Es gibt neun ethnische Gruppen. Die zwei größten
Gruppen, die Tigrinya (41%) und die Tigre (32%) stellen auch die
größten Religionsgemeinschaften - Muslime und orthodoxe
Christen - dar.
Bis heute werden ca. 80% aller Mädchen in
Eritrea beschnitten. Staatliche Einwirkungen in den vergangenen
Jahren, dem entgegenzuwirken, haben bisher wenig bewirkt.
Eritrea wird seit 1993 vom Präsident
Afewerki in diktaturähnlicher Manier regiert. Die italienischen
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NEWS
Anfang November reisen
Mike Tewolde und Markus
Thunert nach Asmara, der
Hauptstadt von Eritrea, und
installieren das Netzwerk
"Hilfe für Eritrea" vor Ort.
Frau Mulu Tewolde ist
Mitarbeiterin der schwe-
dischen Botschaft und
wird das Büro in Eritrea
und die Zusammenarbeit
mit dem Fraueninstitut
koordinieren.
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Besatzungseinflüsse bis zur Vertreibung durch die Alliierten
1943 sind bis heute sowohl in architektonischer als auch in kultureller
Weise sichtbar. Von 1952 bis 1991 wurde Eritrea von den Äthiopiern
besetzt, die sie durch einen aufopferungsvollen Befreiungskampf
besiegten. Bis heute aber schwelt der Konflikt zwischen diesen beiden
Ländern. Ein erneuter Krieg im Jahre 1998 konnte nur durch
die UNO beendet werden, die bis heute in dem Krisengebiet Friedenstruppen
stationiert hat. Seit 2008 gibt es weitere Auseinandersetzungen
mit dem Nachbarstaat Dschibuti.
Laut "Reporter ohne Grenzen" ist die
Pressefreiheit in Eritrea an letzter Stelle in der Welt einzuordnen.
Gleiches gilt für die Demokratie.
Eritrea ist ein Land, das politisch seit 30 Jahren
in einem kriegsähnlichen Zustand lebt. Gesetze und persönliche
Freiheiten gibt es zwar offiziell, werden aber eigentlich nicht
eingehalten.
75% der Bevölkerung sind zwar in der Landwirtschaft
tätig, aber dennoch müssen Nahrungsmittel importiert
werden, da 50% der männlichen Bevölkerung zum Militärdienst
gezwungen werden.
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