Über uns

Aus einer Idee wird ein Projekt, aus Worten werden Taten.

Vor genau 1,5 Jahren haben Mike Tewolde und Markus Thunert bei einem Glas Wein zusammen gesessen und die Idee geboren, das Heimatland von Mike zu bereisen.

So wie alle Eritreer, die ihr Land besuchen und versuchen möglichst viele Konsumgüter und Devisen einzuführen, um die Daheimgebliebenen zu unterstützen, wollte Mike dies auch für seine Familie tun. Auch Markus überlegte Gastgeschenke für Mikes Oma mitbringen, doch wurde in den Gesprächen offensichtlich, dass Mikes Familie in Eritrea zu den "besser Gestellten" zählt. Nur die Eritreer deren Verwandtschaft im Ausland lebt, verfügt über einen gewissen Lebensstandart. Über 96 % der Bevölkerung fristen ein Dasein in bitterster Armut.

Schnell war beiden klar, dass sie helfen wollen. Bei der Diskussion über die Ausgestaltung entstand die Idee einer größeren humanitären Anstrengung.

Voll Naivität, Unkenntnis und Tatendrang machten sie sich auf die doch relativ anstrengende 11stündige Reise, wo sie erst nach 2 Stunden Auschecken und Kontrolle das Flughafengebäude von Asmara verlassen durften.

Eritrea ist schon ein Erlebnis! Eine halbkommunistische Diktatur in Nordafrika mit wundersamen Ausnahmeerscheinungen der westlichen Zivilisation versehen.
Wir trafen u. a. deutsche Studenten, die für das Hammerforum als Entbindungsärzte tätig waren. Durch Gespräche mit ihnen wurden wir schnell mit den wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten vertraut gemacht.

Natürlich besuchten wir auch die Plätze von Mikes Kindheitserinnerungen und auch die Wirkungsstätten seiner

NEWS

Anfang November reisen
Mike Tewolde und Markus
Thunert nach Asmara, der
Hauptstadt von Eritrea, und
installieren das Netzwerk
"Hilfe für Eritrea" vor Ort.


Frau Mulu Tewolde ist
Mitarbeiterin der schwe-
dischen Botschaft und
wird das Büro in Eritrea
und die Zusammenarbeit
mit dem Fraueninstitut
koordinieren.
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Familie. Wir wurden von allen Eritreern herzlichste aufgenommen, von dem wenigen, was diese Menschen zur Verfügung haben, gaben sie uns gerne ab und versorgten uns.

Im Gegensatz zu der Gastfreundlichkeit erwiesen sich die anstehenden Behördengänge als äußerst deprimierend und wenig hilfreich. Trotz der Armut im Land fühlen sich die Offiziellen der Regierung eher beleidigt und verschnupft, spricht man sie auf die Möglichkeit eines humanitären Projekts und dessen Genehmigung an. Es gibt auch keinen behördlichen Wegweiser oder jemanden, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht, auch nicht von Seiten der großen Hilfsorganisationen, von deren Erfahrung man hätte profitieren können. Wir waren auf uns gestellt, was das Kontakte knüpfen, etc. betrifft.

Zumindest für eine Erkundungsfahrt in die Bergregion Richtung Äthiopien erhielten wir nach 4 Tagen Behördendschungel die Reisegenehmigung und das nötig Voucher. Das ist eine Art innerländlicher Passagierschein (analog zu dem in der ehemaligen DDR, wenn man in das grenznahe Gebiet zu Verwandten reisen wollte. Kontrollpunkte und Schlagbäume gab es auch, die waren in der ehemaligen DDR nur deutliche besser organisiert und ausgestattet).

Kurz vor Äthiopien hört die Zivilisation auf: Kriegswunden, Armut, Trockenheit und überall die vielen Kinder bzw . Kriegswaisen - da beginnt dann Afrika……

Man fragt sich: Wie kann ich helfen? Einerseits will man sofort in Deutschland anrufen, um Geld und Speisen zu ordern, andererseits fühlt man sich aber erschlagen, angesichts der übermenschlichen Probleme. Es wird einem bewusst, das diese Hilfe im Moment nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein sein kann.

Kinder, denen wir z. B. erst Süßigkeiten geschenkt haben, später Geld - weil die Süßigkeiten aus waren - fingen an, tumultartig übereinander herzufallen. Solche Verschenkaktionen sind zwar gut gemeint, gehen aber völlig nach hinten los.

Da uns auf dieser Mission irgendwann das Geld und die Geschenke ausgingen, fuhren wir nach 2 Tagen in dieser Ödnis mit einem flauen Gefühl im Bauch wieder in die Hauptstadt zurück - 100 km ca. 4 Stunden Autofahrt.

Diese Erfahrung haben wir dort gemacht und wir haben uns gesagt: Wir wollen mehr als nur diesen Tropfen auf den heißen Stein!